Unter dreizehn Leugnern ist immer einer,
der sammelt und einer der sich hinlegt,
einer der züchtet und einer der zeitig zurück will.
Vier, die einen Balkon suchen.
Zwei, die zur Predigt ansetzen.
Und zwei, die Zwillinge sind im Wegdrehen.
Und einer, der Rache will für Langersehntes.
Schmetterlingsblau und korngelb
sind die offenen Arme,
ist die Liebe, die auf dem Boden der Kinderaugen lebt.
Samen für jedes Beet jedweder Frucht.
Und Schattensamen für den breiten Sommer,
der bevorsteht.
Kann es eine Kunst ohne Schmetterlingsblau und Korngelb geben?
Ohne Sommerweizenfelder und darüber gespannte Himmel?
Deren Spiegelung in staunenden Augen? Genügt die allgegenwärtige, moralisierende Illustration, der pathetische Fingerzeig, der nicht endende Anklagestrom. Der Aufruf zu Umkehr und Buse? Der aus der freien Kunst ein Werkzeug macht, aus freien Künstler*Innen Botschafter*Innen welcher Botschaft auch immer.
nn ich aufgeklärt oder ermahnt werden soll, muss ich passen.
So formal-besonders und intellektuell-ausgewiesen die Lehrstunde auch ausfallen mag. Ich denke an Kinderhände, die in Rapsfelder tauchen und Menschen vor Morgenmeeren oder auch Winterseen. Und an ihre Umarmung, die für mich immer schmetterlingsblau und korngelb und voller Liebe und meine Hoffnung ist. Hoffnung, die der Beginn und das Fortfahren meiner Kunst ist.